ZUKI - ZUKUNFT FÜR KINDER

Der Verein "ZUKI - Zukunft für Kinder " unterstützt Straßenkinder und Kinder ohne jegliche Möglichkeit auf Schulbildung oder ärztliche Versorgung in Indien.

Kinder, die auf dem Boden schlafen, die zwischen Autos und Abgasen um Rupien betteln, die Reis mit Sand gemischt essen um nicht so schnell hungrig zu werden - das alles ist leider trauriger Alltag in Kalkutta.

WIE ALLES BEGANN

1994 wird Xavier Raj Arul Augenzeuge, wie ein 13-jähriges Mädchen in den Slums zur Prostitution verkauft wird. Er beschließt, sein Leben und seine Arbeit den Straßenkindern von Kalkutta zu widmen und nimmt zunächst 29 obdachlose Kinder in zwei Lehmhütten auf. Tag für Tag geht er von Tür zu Tür, um wohlhabende Inder um Spenden zu bitten. Doch die spärlichen Zuwendungen reichen nicht, um seine Kinder zu ernähren.

Nach einer zufälligen Begegnung mit Xavier Raj Arul in einem indischen Ashram, gründete die Wienerin DDr. Gerhild Tanew mit Mag. Marlies Steinbach im Jahr 2002 den Verein "Zukunft für Kinder - ZUKI". Seit 2008 leiten ZUKI die Obfrauen Mag. Marlies Steinbach und Claudia Stöckl, die aus "Frühstück bei mir" bekannte Ö3-Moderatorin.

Dank der großen Unterstützung, die sie in Österreich erfahren und dem tollen Engagement ihres Teams in Österreich und in Indien, konnte bereits viel bewegt werden.

Kinder, die im schmutzigen Elend leben mussten, und die oft im Alter von 10 Jahren noch nicht lesen und schreiben konnten, die zwangsläufig in der Prositution oder als Billigstarbeitskräfte enden würden, leben nun in unseren Heimen und besuchen den Unterricht, tragen stolz ihre Schuluniform und dürfen wieder von einer Zukunft träumen - Anwältin zu werden, Ärztin oder ebenfalls Sozialarbeiter im Kampf gegen die Armut.

Über 750 Kinder in Kalkutta und Sundarbans erfahren dank der zahlreichen ZUKI-Paten und Unterstützer bereits lebenswichtige Hilfe. 

Die Juicy Farms Foundation ist stolz, dieses wunderbare Projekt ab sofort tatkräftig unterstützen zu dürfen. Als Botschafterin für diese Zusammenarbeit haben wir Andrea Brückl gewählt, die seit Jahren bereits ein Patenkind in Indien unterstützt, und ihm so ein normales Heranwachsen ermöglicht - ganz im Sinne unserer Philosophie grow & help growing.  

"Zukunft für Kinder - ZUKI" betreut inzwischen vier Projekte:

PROJEKT KALKUTTA

Seit 2002 unterstützt ZUKI Xavier Raj Arul in Kalkutta, wo er jahrelang Seite an Seite mit Mutter Theresa arbeitete und seit 1994 Straßenkinder aus den Rotlichtvierteln, den Slums und der verarmten ländlichen Umgebung Kalkuttas betreut. Mehr als 250 Kinder bekommen ein Zuhause, Schulbildung und medizinische Versorgung. 20 Jugendliche haben ihre Schul- und Berufsausbildung erfolgreich abgeschlossen und sind nun selbständig.

PROJEKT STREETWORK

Ganz aktuell ist die Versorgung von ca. 150 Kindern direkt auf den Straßen Kalkuttas, wo sie leben. Sie bekommen täglich 2 Stunden Unterricht, etwas zu essen und medizinische Versorgung, darunter auch Radikha:

Radikha ist acht Jahre alt und lebt in den Slums von Kalkutta. Ihr Schlafplatz ist auf dem Gehsteig. Sobald die Dunkelheit einbricht, legt sie alte Zeitungen auf, breitet eine Plastikplane darüber und freut sich- denn sie hat sogar eine Decke, um sich zu schützen und zu wärmen. Untertags geht sie auf die Müllhalden der Stadt - sie ist "Ragpickerin" - im Müll versucht sie noch verwertbare Gegenstände wie Metallstücke oder Plastik zu finden und kann sie um ein paar Rupien pro Tag verkaufen. Ein mühsamer Job, mit viel Gestank und Schmutz verbunden, doch er hilft ihr zu überleben.

Seit einigen Monaten darf die kleine Inderin hoffen, dass es ihr einmal besser gehen wird. Sie hat die Möglichkeit bekommen lesen und schreiben zu lernen! Ein Lehrer, finanziert von dem österreichischen Verein "ZUKI-Zukunft für Kinder, kommt jeden Abend für zwei Stunden und unterrichtet sie und alle Kinder, die sich einfinden. Radhika ist sehr stolz: sie kann bereits das Alphabet und auch ihren Namen schreiben. Einmal in der Woche ordiniert auch ein Arzt in einem Rettungswagen auf der Straße, er hat ihrer Mutter geholfen ihren hartnäckigen Husten loszuwerden. All das ist dringend notwendige Hilfe in den Slums von Kalkutta.

PROJEKT SUNDARBANS

Xavier gründete auch ein Schulprojekt mit medizinischer Versorgung für ca. 300 Kinder 100km südlich von Kalkutta, auf einer Insel im Mündungsgebiet des Ganges. Diese Inselwelt an der Bengalischen Bucht, 100km südlich von Kalkutta, ist landschaftlich wunderschön, jedoch sind nur wenige der über 1000 Inseln bewohnt. Infrastruktur ist kaum vorhanden, es gibt keine Straßen, keinen Strom, keine Ärzte, keine Spitäler - Mütter sterben bei der Geburt ihrer Kinder und schon geringfügige Infektionen führen oftmals zum Tod. 50% der Bevölkerung sind Analphabeten.

Xavier Raj Arul gründete im Jahr 1998 ein kleines Schulprojekt in Sundarbans. Durch die Unterstützung von "ZUKI-Zukunft für Kinder" umfasst die Sundarbans Primary School mittlerweile drei Schulgebäude für 340 Kinder aus drei Dörfern.

Alle Kinder leben in ihren Familien, hätten ohne Unterstützung jedoch keine Chance auf Schulbildung oder medizinische Betreuung. Immer noch werden Kinder, die weder schreiben noch lesen können, als Billigst-Arbeitskräfte in die Großstädte verkauft.

PROJEKT NIRMAL NIKEDAN

Im Tageszentrum "Nirmal Niketan" werden 50 Kinder mit geistigen und körperlichen Beeinträchtigungen von Montag bis Samstag versorgt. Sie bekommen dort spezielle Betreuung, Kunst-, Lern- und Physiotherapie und soweit möglich auch die nötige Heilung.

ENTSTEHUNG UND BETREUUNG

Der karitative Verein "Missionaries of the Word" kümmert sich seit 1994 um Kinder und Waisen aus den Rotlichtvierteln Kalkuttas, die dieses Milieu nicht aus eigener Kraft verlassen können und oft schon in jüngsten Jahren zur Arbeit geschickt, gewalttätig behandelt oder sexuell missbraucht wurden. Schätzungen zufolge leben alleine in Kalkutta 300.000 Straßenkinder.

Xavier Raj Arul hat viele Jahre mit Mutter Theresa zusammengearbeitet und betreut seit 1994 zusammen mit Sozialarbeiter:innen und Pädagogen die Straßenkinder aus den Rotlichtvierteln Kalighat, Tollygunge, Hazra, Kiderpur, Sealadh und der verarmten ländlichen Umgebung Kalkuttas.

Mit 29 Kindern, beherbergt in einer Lehmhütte, begann Xavier Raj im Frühjahr 2002 die Idee eines eigenen Heimes für schutzlose Slumkids im Kleinen zu verwirklichen. Durch die Begegnung mit DDr. Gerhild Tanew, die darauffolgende Gründung von "Zukunft für Kinder - ZUKI" und die ersten vergebenen Patenschaften, konnten nach und nach weitere Kinder aufgenommen werden. Mittlerweile leben 230 Kinder in Sicherheit und Geborgenheit im "Projekt Kalkutta", 20 Jugendliche haben bereits eine abgeschlossene Schul- und Berufsausbildung und sind selbständig.

Die Patenschaftsbeiträge kommen allen Kindern gleichermaßen zugute und ermöglichen Unterkunft, gute Ernährung, medizinische Versorgung, Kleidung, Schulbildung und Berufsausbildung.

AUFNAHME

Kinder, die von der Polizei abgegeben oder komplett allein gelassen auf der Straße gefunden werden, finden in den Heimen generell Aufnahme. Da wir nur eine bestimmte Anzahl an Heimplätzen zu Verfügung haben, hat sich Xavier Raj Arul zu folgender Vorgangsweise entschlossen: bedürftige Mütter, die ihre Kinder in seine Obhut geben wollen, können um einen Heimplatz ansuchen. Sie müssen allerdings zuvor zur Behörde gehen und für ihr Kind eine Geburtsurkunde ausstellen lassen- denn nur dann wird es vom offiziellen Indien anerkannt und hat später die Chance auf einen Pass. Erst danach kann die Aufnahme im Heim durch die Mutter beantragt werden. Sozialarbeiter überprüfen die Lebenssituation der Kinder und wählen dann mit Xavier die bedürftigsten aus. Diese Kinder werden dann jeweils im Januar aufgenommen.

PSYCHOLOGISCHE BETREUUNG

Vier Psychologen betreuen die Kinder und helfen ihnen mittels Spiel-, Kunst- und Gesprächstherapie ihre Traumata zu verarbeiten und positive Kontakte zur Gruppe zu entwickeln. Psychologische Tests, wie z.B. Persönlichkeits-, IQ- und Leistungstests, sind die Grundlage für die Förderung der Kinder im persönlichen und schulischen Bereich (Aufmerksamkeitsdefizit, Legasthenie), für die Ausbildung und Berufsorientierung.
Unsere Psychologen vermitteln auch erfolgreich bei Konflikten zwischen Kindern oder zwischen Lehrern und Schülern in der Nalanda School.

SPRACHE

Alle Betreuer in den Häusern sprechen Bengali, die in Ostindien gebräuchlichste Sprache und in den meisten Fällen auch Muttersprache der Kinder. Das ist wichtig, damit sich die Kinder leichter eingewöhnen und bald zu Hause fühlen können. In jedem Haus gibt es auch englischsprachige Betreuer, die die Kinder von Beginn an sowohl in Bengali als auch in Englisch ansprechen, um sie in die Unterrichtssprache einzugewöhnen. In der Nalanda School wird bereits ab dem Kindergarten auf Englisch unterrichtet, da sehr gute Englischkenntnisse die Chancen der Jugendlichen in der Berufsausbildung und in der Arbeitswelt wesentlich erhöhen.

RELIGION

Die Religion der Kinder entspricht dem indischen Durchschnitt. Die meisten sind Hindus, einige Moslems, nur 2 Kinder sind derzeit Christen. Religiöse Toleranz ist Xavier, der selbst Christ ist, sehr wichtig. Er feiert mit allen Kindern die großen Feste aller drei Religionen und erklärt den Kindern deren Bedeutung. Da es bei jeder Feier Kuchen gibt, hat die Offenheit allen Glaubensrichtungen gegenüber für die Kinder schon früh Vorteile - und bewirkt hoffentlich ein ganzes Leben lang eine größere Toleranz für "das Andere".

TAGESABLAUF

Da die Kinder auf der Straße und in den Armutsgebieten kein strukturiertes Leben kennenlernten, ist es wichtig, ihnen durch klare Regeln und einen geordneten Tagesablauf Sicherheit, Geborgenheit und das Verständnis für die Mechanismen der Gesellschaft zu vermitteln. 

Ordnung, Selbständigkeit und Hilfsbereitschaft, sowie die Unterstützung der Kinder untereinander, sind zentrale Werte und werden auch zelebriert. Sämtliche Unterstützer, die das Projekt bereits besucht haben, sind beeindruckt von der Selbstständigkeit, sozialen Haltung, dem guten Benehmen, dem Lachen und der Herzlichkeit der Heimkinder. 

ERNÄHRUNG

Viele aufgenommene Kinder sind unter- bzw. mangelernährt. Ausgewogene, gesunde Ernährung ist Xavier und uns daher besonders wichtig. Es gibt Milchkühe zur täglichen frischen Milchversorgung und eine Obst- und Gemüseplantage, die von den größeren Kids in der Freizeit oder zu Unterrichtszwecken bewirtschaftet wird. Seit die Schützlinge zweimal pro Woche frischen Obstsaft bekommen, sind die Infektionskrankheiten stark zurückgegangen.

Zur Essenszeit stellen sich alle Kinder mit ihren Tellern in eine lange Reihe, und größere Kinder helfen den Köchinnen und Köchen bei der Essensausgabe. Nach der Mahlzeit waschen die Kinder ihr Geschirr selbst ab.

Gita lag mit einem Jahr in einer Schuhschachtel am Markt ... und ist jetzt ein glückliches Patenkind bei ZUKI
Gita lag mit einem Jahr in einer Schuhschachtel am Markt ... und ist jetzt ein glückliches Patenkind bei ZUKI

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