DIE KINDER VON KALANGALA

Der Kalangala District liegt im ostafrikanischen Uganda und umfasst die Ssese Inseln, eine Inselgruppe aus 64 bewohnten und 20 unbewohnten Inseln im Viktoriasee.

Die 55.000 Einwohner leben auf 6 Bezirke verteilt und werden von einem Town Council verwaltet. Die größte Insel ist Bugala. Sie hat eine Länge von 40 km. und beheimatet die gleichnamige Hauptstadt Kalangala. 

Die Menschen leben vorwiegend von Fischerei und Landwirtschaft. Der Großteil der Bevölkerung lebt unter einfachsten Verhältnissen und ist bitterarm. Viele wohnen in kargen Hütten ohne Möblierung und schlafen auf dem Boden. Die ganze Familie lebt in einem Raum. Als Toiletten dienen Gemeinschaftslatrinen, und Wasser steht an einem zentralen Anschluss für die Dorfbewohner zur Verfügung.

Durch eine neue Gesetzgebung dürfen die Bewohner mit ihren kleinen Booten seit 2017 nicht mehr zum Fischen auf den See, was die schlechte Ernährungssituation weiter verschärft. Hauptnahrungsmittel sind Maniok und Brei aus Maismehl (Posho), Kochbananen (Matoke) oder Hirse. Fleisch oder Fisch kann sich hier kaum jemand leisten. Den Familien fehlt es an Startkapital und Werkzeugen, um selbständig Einkommen zu produzieren. Der Verkauf von gesammeltem Feuerholz ist oft die einzige Einnahmequelle für viele Familien.

Es gibt kaum lokale Versorgungseinrichtungen für Waisen und schutzlose Kinder. Es fehlt an Wissen über die Krankheit, die Folgen und den Umgang damit. Das mangelnde Wissen über HIV/AIDS bei Mitschülern, Schulpersonal und Nachbarn führt zu Stigmatisierung und Diskriminierung der betroffenen Kinder, die so in ein Leben ohne jede Perspektive hineinwachsen.

Viele der Kinder sind direkt oder indirekt von HIV/Aids betroffen. Sie haben einen oder beide Eltern und/oder Geschwister verloren und sind oft durch Übertragung bei der Geburt oder sexuelle Gewalt selbst infiziert. Sie werden stigmatisiert und ausgegrenzt, werden Waisen oder müssen ihren Familien als Älteste vorstehen.

Diese Umstände haben Mitbürger in Kalangala dazu bewogen, das "Kalangala Aids Children's Project" zu gründen, um den Teufelskreis zu durchbrechen. Das Projekt hilft den Kindern zunächst direkt durch medizinische Betreuung. Es kümmert sich ferner um ihre so wichtige Schulbildung. Aber es klärt auch in den Gemeinden über HIV/AIDS auf und hilft den Bewohnern eigene Einkommen zu generieren und somit langfristig Perspektiven zu schaffen. Es setzt somit den Grundstein für eine bessere Zukunft der Kinder.  

Der Verein Kalangala Kinder e.V wurde auf Initiative von Tanja Renner gegründet, nachdem die examinierte Krankenschwester und Altenpflegerin bei einer Reise durch Uganda das Kalangala Aids Children's Project vor Ort kennenlernte. Das Engagement und der Enthusiasmus, mit dem die ehrenamtlichen Helfer vor Ort mehr oder weniger mittellos und ohne jedwede staatliche Unterstützung dieses Projekt ins Leben gerufen haben und seit 2009 durchführen, hat Frau Renner tief beeindruckt und dazu bewegt, mit Gleichgesinnten einen Verein in Deutschland zu gründen. 

Das langfristige Ziel lautet, das Projekt beim Kauf eines kleinen Stück Landes zu unterstützen, um dort ein Schulungszentrum und eine kleine Landwirtschaft zu errichten. Damit würde ein Grundstein gelegt, ein autarkes Hilfsprojekt zu etablieren, das von Einheimischen für Einheimische aufgebaut wurde. 

Der Verein Kalangala Kinder e.V unterstützt die unermüdlichen Helfer vor Ort bei ihrer schwierigen Arbeit - sei es durch die Bereitstellung von Schulgeld, das sich viele Familien dort nicht leisten können, durch die Versendung von Sachspenden wie Schuhen oder Kleidung, oder durch finanzielle Unterstützung beim Kauf von Saatgut und Kleinvieh, um die Ernährung sicherzustellen und landwirtschaftliche Kenntnisse vermitteln zu können. Dies hilft den Menschen, sich selbst zu helfen. 

Tanja Renner weiß, dass die Hilfe direkt bei den Betroffenen ankommt. Sie kennt die Verantwortlichen und Projektbeteiligten vor Ort und besucht das Projekt regelmäßig. Es wird die Welt nicht verändern und auch die Armut nicht beseitigen - aber vergessene Kinder im Kalangala District bekommen eine neue Perspektive. 

Das hat die Juicy Farms Foundation tief beeindruckt und uns bewegt, Tanja Renner und ihren wunderbaren Verein ganz im Sinne unseres grow & help growing Gedankens zu unterstützen. 

Als Juicy Farms Foundation Botschafterin für die Kinder von Kalangala haben wir Silvia Weiden gewählt. Sie ist bestens mit dem Hilfsprojekt betraut und unterstützt es seit vielen Jahren.  

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